1 Band. 1 Künstler. 2 Küchen!
Im Juli zieht es die Menschen ans Meer oder mindestens ans nächste Baggerloch. Aber die Konspirative KüchenBrigade bleibt artig da, wo sie hingehört und holt mit den hanseatischen Cabaret Rockern Estuar und dem Contra-Kubisten Jakobus Siebels stilechtes maritimes Flair in die heimische Kombüse.
Wer bei Estuar nur an eine Flussmündung denkt, hat zwar damals in Geometrie gut aufgepasst, aber hat wohl das letzte Jahr in Sachen Populärmusik voll verpennt! Durch ihre appetitanregenden Liveauftritte und ihren Erstling Felicium haben sie dem Chefkoch mächtig Hunger gemacht. Da war ihr Kommen die unausweichliche Konsequenz. Und ob der Güte ihrer Musik wohl auch der Essenswunsch: Wieder mal Bulette. Schönen Dank!
„Den Traum in Ocker“ (Zitat Geli Fuchs) hat kein geringerer als Jakobus Siebels gemalt. Zu dem ist fast alles gesagt und geschrieben. Aber wer ahnt schon, dass der waschechte Ostfriese in seinem feinsten Zwirn erscheint, Yogitee trinkt, unentwegt stinkende Kunstköder bauen will und aus Lüttville-Plakaten Papierschiffchen bastelt? Unterbrechen lässt er sich nur durch einen großen Moment der deutschen Fernsehgeschichte: Für fünf Minuten darf er über das wirklich wichtige Thema des Lebens sprechen – Angeln!
Die Mische würde eigentlich schon locker für einen gesamten Abend reichen, doch das Beste wartet im Garten und am Ende! Denn während sich drinnen in der Konspirativen Küche ein neues Wilhelmsburg inszeniert, wartet draußen vor der Tür die Küfa (Küche für alle)! Sie gemahnen uns alle nicht nur zur veganen Ernährung, sondern auch mal den Verstand einzuknipsen und die Augen aufzureißen. Auf gute Nachbarschaft Brüder im Geiste. Ich ahnte es schon immer und ihr habt es bewiesen: Widerstand kann gut schmecken!






