Heißer Scheiß live serviert: Konspirative Küchenkonzerte!

Japanische Kuh - Norddeutsch zugerichtet (für Tobias Rehberger & Andreas Dorau)

Zutaten Japanische Kuh

  • Roastbeef
  • Salz und Pfeffer

Zutaten Bratkartoffel-Rucola-Salat

  • Kartoffeln
  • Brühe
  • Essig
  • Salz und Pfefferkörner
  • Zwiebeln
  • Lohrbeerblätter
  • Wacholderbeeren
  • Rucola

Zutaten Gurkenchutney

  • Salatgurke
  • Gewürzgurke
  • Stärke
  • Dijosenf
  • Essiggurkenwasser
  • Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer
  • Zucker

Zubereitung

Als erstes müsst ihr einen Weg eures Vertrauens finden, um an das köstliche Rindfleisch aus Japan zu gelangen. Das ist gar nicht so einfach, denn der Import dieser Delikatesse ist strengstens untersagt! Korruption und Schmuggelei sind also fast ein Muss, wenn ihr eure Liebsten mit dem teuersten Rindfleisch dieser Welt verwöhnen wollt. Habt ihr erst einmal ein Hintertürchen zur Beschaffung gefunden und die 400 bis 600 Euro pro Kilo ausgegeben, dann könnt ihr es euch schon fast mit einem Schlückchen Sake auf dem Sofa gemütlich machen!
Die Befreiung von Sehnen und Knochenhaut wird nach all diesen Strapazen die geringste Drecksarbeit sein!
Jetzt noch ein bisschen Salz und Pfeffer und den Fleischbrocken schön scharf in der Pfanne anbraten. Danach alles bei 80 Grad für ca. 2 Stunden in den Ofen schieben. Damit ihr in der Zeit nicht blöd herumsitzen müsst, gibt es natürlich noch etwas mehr zu tun!

Die Welt steht euch offen, nachdem ihr Japan schon erobert habt. Bratkartoffel-Rucola-Salat oder Gurkenchutney ist nun die Frage!

Beim Bratkartoffel-Rucola-Salat geht es einzig und allein um die Kartoffel. Sie muss geschält, gewürzt und kurz im Salzwasser gekocht werden. Nachdem der Erdapfel abgeschreckt wurde und seine letzten Tränen verloren hat, geht es ab in die Pfanne zum kurzen Anbraten. Nun eine zweite Pfanne auf die Bühne schicken und mit gewürfelten Zwiebeln bestücken, die nach dem Brutzeln mit Brühe und Essig gelöscht werden. Den entstehenden Sud zusammen mit Lorbeerblättern, Wacholderbeeren, Pfefferkörnen und Salz kochen. Kartoffeln mit dem noch warmen Sud übergießen und je nach gewürzlichem Intensitäts-Wunsch besonders lange ziehen lassen.
Rucola waschen, kleinschneiden und unterheben.

Wer eher auf gefährliche Schlangengurken steht, der sollte sich dem Gurkenchutney verpflichten. Salat- und Gewürzgurken in feine Würfel schneiden. Zwiebeln fein würfeln, anschwitzen und dann die Gewürzgurken dazugeben. Dijonsenf, Essiggurkenwasser, Lorbeerblätter, etwas Wasser, Salz, Pfeffer und Zucker untermischen und dann mit Stärke binden. Salatgurkenwürfel unterheben und alles kalt stellen.

Nun sollten die 2 Stunden des Wartens langsam überbrückt sein! Wenden wir uns also wieder dem Star des Abends zu – dem illegalen Rindfleisch.

Wenn die Kerntemperatur des Fleisches bei 54 Grad liegt, dann muss es nur noch auskühlen und in zarte, hauchdünne Scheiben geschnitten werden. Wenn das alles passiert ist, schnell noch den Tisch etwas aufmöbeln, die Teller garnieren und niemandem verraten, dass es sich in Wahrheit um ein Stück Roastbeef handelt, weil ihr keinen Arsch in der Hose hattet, um unsaubere Geschäfte in den eigenen vier Wänden zu machen! Guten Appetit!