Heißer Scheiß live serviert: Konspirative Küchenkonzerte!

Zutaten

  • Bautz´ner Senf mittelscharf (großer Pott)
  • Dijon Senf à l´Ancienne (Weißweinbasis & körnig)
  • Schweitzer Biosenf
  • Eier
  • Bio Vollmilch oder Magerstufen H-Milch
  • Sahne
  • Kartoffeln
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Bei diesem ominösen Eierschmaus ist die Soße das Heiligtum! Und dieses Heiligtum besteht aus dem Gold der Erde - Senf. Doch wer jetzt denkt, er könnte hier irgendeinen Senf kaufen, der liegt gewaltig daneben! Es muss ein großer Pott vom "Bautz´ner Senf mittelscharf" sein. Dieser Senf beflügelt die Sinne und ist die einzig wahre Grundlage für die Soße. Zur Verfeinerung können sich dann später auch noch Schweizer Biosenf und ähnliche Sorten hinzugesellen. Ist der "Bautz´ner Senf mittelscharf" erst einmal im Topf gelandet und vermengt sich mit einem Schuss Bio Vollmilch und einem Tröpfchen Sahne, dann mutiert der Geschmacksträger unter köchelnder Temperatur zu einem Brei, der an ein blubberndes Schwefelloch mit Kloake erinnert. Um dem Dünnschiss nun noch ein bisschen Hand und Fuß zu verpassen, haun wir noch ‘nen Senf drauf! Der „Dijon Senf à l´Ancienne“ – ein Senf nach alter Art auf Weißweinbasis rundet den Geschmack vollends ab und gibt der Soße einen kernigen Charakter!

Nun gilt es Geduld zu bewahren und dem Gebrodel nach Belieben noch ein wenig Milch und Sahne zuzufügen. Salz und Pfeffer sollten zwar parat sein, aber werden meist schon durch den Senf ins Aus befördert. Unbedingt ab und zu mal die Zunge mit der Soße in Berührung kommen lassen, um zu prüfen, ob die Ersatzspieler nicht doch noch zum Zuge kommen sollten. Nun müssen die Pellkartoffeln in‘s Töpfchen geschmissen werden, um rechtzeitig weich zu sein.

Wir raten zu einer kleinen Unternehmung (kurzer Besuch bei Oma, einmal um den Block Gassi gehen oder einen Termin im nächstgelegenen Hamam arrangieren), damit der köchelnde Prozess in Ruhe vonstattengehen kann und niemand an einer Schwefelgasvergiftung mit Kloake-Geschmack drauf geht. Ist eine gewisse Zeit verstrichen, dann geht etwas ganz anderes drauf: In des Chefkochs Normalfall gehen die Eier bei diesem Rezept immer verloren! Schwups aus der Schale geschlagen und in den Topf gesprungen, bilden sich kleine Planeten, die sich in den unendlichen Weiten des Kloakeuniversums verlieren, um anschließend von einem Mitesser entdeckt und studiert zu werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kocht das Ei einfach separat.

Am Ende den Herdplattenvulkan zur Ruhe legen, Kartoffeln und hartgekochte Eier (falls alle anderen Eier verloren gegangen sind) auf den Teller befördern und zu guter Letzt die Feinschmecker-Soße über alles drüber gießen.

Wir wünschen einen guten Appetit!