Heißer Scheiß live serviert: Konspirative Küchenkonzerte!

Gereon Krebber

Zu Studienzeiten an der Kunstakademie Düsseldorf wurde Gereon Krebber dazu gedrängt, seine vielfältigen Materialvorlieben in eine Form zu gießen. In London am Royal College of Art wusste er dann, dass er Aluminium, Pappe und Acrylharz gleichberechtigt neben Frischhaltefolie, Gelatine und Schweineohren verwenden will. Er setzt der heute oft immateriellen Kunst ganz bewusst völlig über- oder unterdimensionierte Objekte entgegen, die die Betrachtenden allein dadurch aufregen, dass sie sind wie sie sind: Sie sagen nichts, sie zeigen nicht, was man mit ihnen anfangen soll. Spätestens seit dieser Entscheidung nimmt Krebber mindestens einen Kunstpreis pro Jahr entgegen. Die Kritik feiert ihn als neuen Meister der Plastik. Folie bleibt jedoch nicht Folie sondern verschmilzt mit anderen Materialien wie Styropor zu nicht wirklich greifbaren Formen, immer aber zu einem ambivalenten Erfahrungsmoment. Bei den oft raumfüllenden Skulpturen Krebbers fließt das Bekannte, Schöne und Ästhetische mit dem Grotesken und Komischen zusammen. Für alle, denen das zu schwer zu begreifen ist, hält Gereon Krebber Schnittmuster für Skulpturen auf einem DIN-A-4-Blatt bereit - frei nach dem Motto „Krebber it yourself“.
www.gereonkrebber.net