Heißer Scheiß live serviert: Konspirative Küchenkonzerte!

Johanna Zeul

Laut, wild, durchgeknallt – Johanna Zeul passt kaum in das Bild, das einem beim Stichwort „junge Songwriterin mit Akustikgitarre“ vor's geistige Auge huscht. Die Schwäbin fiepst und kiekst, malträtiert ihr Instrument, singt von schnellen Affären, von Raubtieren und vom Shoppen. Natürlich kann sie auch leise und nachdenklichere Töne anschlagen – immerhin ist sie seit Anfang des Jahres Mutter einer kleinen Tochter – aber Johannas Markenzeichen sind zweifellos ihre energiegeladenen Bühnenshows, weswegen ihrem Erstling „Album No.1“ von 2008 sogleich ein Live-Album folgte. Nicht nur ihr Bühnengebaren, auch ihre Karriere ist ungewöhnlich: Einer Schauspielausbildung folgte ein Studium an der Popakademie Baden-Württemberg, die ersten Schritte im Business machte sie als Komponistin für ein Musiktheaterstück am Mannheimer Nationaltheater. Ihr Albumdebüt, das ursprünglich als Majorlabel-Veröffentlichung geplant war, brachte sie schließlich in Eigenregie auf ihrem frisch gegründeten Label „Gold und Tier“ heraus. In der Folge reiste Johanna Zeul unermüdlich durch die Republik, erspielte sich eine ordentliche Fangemeinde, sammelte nebenbei einige Musikpreise ein und ließ sogar die Feuilletons in Lobeshymnen ausbrechen: „Keine Frage,“ schrieb beispielsweise die Süddeutsche Zeitung vor ein paar Jahren, „Johanna Zeul hat einen Knall. Und sie hat es geschafft, diesen Knall zu professionalisieren."

www.johannazeul.de