Heißer Scheiß live serviert: Konspirative Küchenkonzerte!

Justus Köhncke

Die Zeit ist wie immer zu knapp. Die Zeit, all das auszudrücken, was das künstlerische Gemüt umtreibt.
Justus Köhncke ist ein Schwamm, der sich vollgesogen hat. Der Mann schwelgt in den Annalen der Popmusik, ihren Sonder- und Besonderheiten, hat sie aufgenommen, zu seinen ganz persönlichen „Spiralen der Erinnerung“ verwoben und auf gleichnamiges Album gebannt. In Köhnckes referenzreichem Kosmos tummeln sich Hildegard Knef, John Cage, die Goldenen Zitronen oder Deichkind. Kooperationen reichen von Andreas Dorau bis Dirk von Lowtzow. Die eigens beigemischte Klangfarbe bleibt dabei stets dem 90er-Jahre Italo-Disco-Sound verhaftet.
Bekannt wurde Köhncke für seinen Disko-Dauerbrenner „From Disco to Disco“ 1997 zusammen mit Whirlpool Productions. Seit '99 auf Solopfaden unterwegs, gibt sich Köhncke seinem Doppel-Ich zwischen  Schlagertechno und straightem Clubsound hin – folgerichtig der Albumtitel „Doppelleben“ – und fortwährend die Reflexion des eigenen Selbst und dem, was Musik eigentlich ist.
Als Musikjournalist angefangen, beschreitet der Köhnckesche Reflexionismus aktuell auch den Weg der Bildenden Kunst. Von technischen Zeichnungen über visuelle Zitationen der Popgeschichte übt sich Köhncke in einer weiteren Spielart der Kommentation des eigenen Schaffens. Die Kritiker lieben ihn. Sie verstehen ihn. „Weil Du mich verstehst, bin ich der mit dem Du gehst“ hat Köhncke bereits musikalisch vorweggenommen.
www.myspace.com/justuskoehncke