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Superpunk

Sie sind die „Top Old Boys“, die unpunkigsten Punks der Hansestadt, die unwahrscheinlichste Allstar-Band der Hamburger Schule: Superpunk! Die Band um Sänger Carsten Friedrich fand sich 1996 zusammen, um ihrer Liebe zur Soulmusik der 60ies auf charmant-holperige Weise musikalischen Ausdruck zu verleihen. Das 1999er Debütalbum „A Bisserl Was Geht Immer“ wurde noch in Bernd Begemanns Hinterzimmer produziert, doch ein stetiges Verfeinern der Spielkunst (learning by doing) und, ja, auch ein gewisser kommerzieller Erfolg ließen die Band im Laufe der Jahre zu Deutschlands Kompetenzcenter in Sachen Rumpelsoul reifen. Die ersten Hits konnten Superpunk bereits im Jahre 2001 verbuchen: „Man kann einen ehrlichen Mann nicht auf seine Knie zwingen“ und „Neue Zähne für meinen Bruder und mich“ sind monströse Ohrwürmer, die auch 10 Jahre später weder an schweineorgeligem Hitfaktor noch an subversiver Durchschlagskraft verloren haben. Mittlerweile sind Superpunk für fünf Studioalben verantwortlich. Das aktuellste heißt „Die Seele des Menschen unter Superpunk“, und wurde – so schließt sich der Kreis – wie schon das Erstlingswerk von Bernd Begemann produziert. Textlich liefert die Band mittlerweile kaum noch Slogans zur Rebellion, stattdessen zelebrieren Superpunk das Älterwerden, das Scheitern und die Resignation auf eine überaus partytaugliche Weise. Dass in diesem Jahr ein Tribute-Sampler erschien, auf dem Musiker wie Die Sterne, Fettes Brot, Madsen und Andreas Dorau die Stücke der Superpunks covern, scheint nur folgerichtig.

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